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Das Rheinische Revier ist eine Region im Aufbruch und Wandel.
Einerseits ist es bis heute das größte Abbaugebiet für Braunkohle in Europa. In den drei Tagebauen Garzweiler, Hambach und Inden werden etwa 60 Millionen Tonnen Braunkohle jährlich aus einer Tiefe von bis zu 400 Metern gefördert. Die Region ist durch die Gewinnung und Verarbeitung der Braunkohle, etwa zur Stromerzeugung, seit vielen Jahrzehnten geprägt.
Andererseits vollzieht das Rheinische Revier einen enormen Strukturwandel. Im Jahr 2019 beschloss die Kohlekommission den Ausstieg Deutschlands aus der Braunkohleverstromung bis 2038. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens legte im Jahr 2021 zunächst die räumliche Ausgestaltung des Kohleausstiegs fest und zog zudem den Ausstieg aus der Braunkohleförderung auf das Jahr 2030 vor. Diesen beschleunigten Kohleausstieg nimmt die Landesregierung Nordrhein-Westfalen zum Anlass, um das Rheinische Revier zur modernsten und klimafreundlichsten Energie- und Ressourcen-Region in Europa zu entwickeln.
Dort, wo derzeit noch die Braunkohle-Tagebaue die Landschaft bestimmen, sollen in den kommenden Jahrzehnten große Seenlandschaften mit Freizeit- und Erholungsangeboten entstehen. Doch der tiefgreifende Strukturwandel beschränkt sich im Rheinischen Revier nicht nur auf das landschaftliche Erscheinungsbild. Neben neuen Naturlandschaften entstehen innovative Wohn- und Gewerbeflächen für Unternehmen, die sich in der Region ansiedeln möchten. Auf diese Weise kann das Rheinische Revier zu einem Magneten für Menschen und Firmen werden, die in einer zukunftsorientierten, nachhaltigen und lebenswerten Umgebung wachsen möchten.
Das Rheinische Revier umfasst die Landkreise …
… Düren, Heinsberg, den Rhein-Erft Kreis, Rhein-Kreis Neuss sowie die Städteregion Aachen und die Stadt Mönchengladbach. In den insgesamt 65 Städten und Gemeinden leben etwa 2,4 Mio. Menschen. Die Region erstreckt sich über knapp 5.000 km². In direkter Nachbarschaft zum Rheinischen Revier liegen die wirtschaftsstarken Metropolen Köln und Düsseldorf sowie die Beneluxstaaten. Autobahnen, gut ausgebaute Schienen- und Schifffahrtswege sowie die internationalen Flughäfen in Düsseldorf und Köln/Bonn sorgen für eine gute Anbindung der Region.
Diese Faktoren machen das Rheinische Revier zu einer lebenswerten Region für internationale Fachkräfte und zu einem attraktiven Standort für international agierende Unternehmen. Es bietet hervorragende Bedingungen, damit Einwohnerinnen und Einwohner, Unternehmen und internationale Fachkräfte gemeinsam das Rheinische Revier zu einer nachhaltigen und modernen Zukunftsregion im Herzen Europas gestalten können.
Die Träger des Welcome Center KMU – Rheinisches Revier setzen sich mit Unterstützung des Landes NRW sowie zahlreichen Partnern als Netzwerk für die Region und die Menschen ein. Damit Integration und regionaler Wandel gleichermaßen gelingen.
Quellen:
www.bund-nrw.de/themen/braunkohle/hintergruende-und-publikationen/braunkohlentagebaue/
www.umwelt.nrw.de/themen/umwelt/transformative-strukturpolitik/rheinisches-revier
www.rheinisches-revier.de/rheinisches-revier/ueber-das-rheinische-revier
www.umwelt.nrw.de/themen/umwelt/transformative-strukturpolitik/rheinisches-revier